Keine Controllingstruktur um ihrer selbst willen.
Ein Reporting mit fünfzig Kennzahlen ist nicht automatisch besser als eines mit zehn. Ein Forecast ist wertlos, wenn er regelmäßig erstellt, aber nicht für Entscheidungen verwendet wird. Und ein Controllingprozess ist nicht gut, nur weil er detailliert ist.
Ziel ist deshalb eine Struktur, die mit vertretbarem Aufwand die Informationen liefert, die tatsächlich zur Unternehmenssteuerung benötigt werden.
Wann sollte Controlling professionalisiert werden?
Nicht der Umsatz allein entscheidet darüber, wann ein Unternehmen professionellere Controllingstrukturen benötigt. Handlungsbedarf entsteht häufig dann, wenn die Komplexität zunimmt. Zum Beispiel durch:
- stark steigende Transaktionsvolumen,
- mehrere Geschäftsbereiche oder Produkte,
- wachsende Mitarbeiterzahlen,
- zunehmenden Working-Capital-Bedarf,
- externe Finanzierung,
- größere Investitionen,
- steigenden Liquiditätsbedarf,
- oder wenn die Geschäftsführung nicht mehr sämtliche Entwicklungen selbst überblicken kann.
Deshalb kann strukturiertes Controlling bereits für Unternehmen mit vergleichsweise geringem Umsatz sinnvoll sein.